Es ist Sommer. Das Gras auf den Wiesen ist strahlend grün, im Wald riecht es nach Tannennadeln und Schmetterlinge schwirren durch die Luft. Dein Hund genießt jeden Spaziergang in der Natur bei dem Wetter. Hier über die Wiese tollen, dort mit den Artgenossen spielen und danach im Bach ein erfrischendes Bad nehmen – gute Laune ist vorprogrammiert. Während deine Fellnase glücklich umherspringt und den Spaziergang in vollen Zügen genießt, lauert genau dort eine Gefahr: die Zecke. Sobald im Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen den Erdboden erwärmen, werden sie aktiv. Zecken warten beispielsweise auf Grashalmen auf potenzielle Wirte. Durch den Geruch sowie den Atem von dir und deinem Hund werden die Zecken auf euch aufmerksam. Dein Hund geht an ihrem Grashalm vorbei – und eine Zecke macht es sich auf ihm bequem. Hier erfährst du mehr über Zecken bei Hunden, die Gefahren, die durch einen Zeckenstich entstehen und wie ganz einfach verhindern kannst, dass dein Hund voller Zecken ist nachdem Ihr von eurem Ausflug zurück seid.

 

Zecken beim Hund: die Gefahr lauert am Boden

Zecken sind keine Insekten, sondern gehören zu den Spinnentieren. Sie halten sich im hohen Gras, besonders gerne an Waldrändern, auf. Dort warten sie auf einen potenziellen Wirt. Sobald dieser sich nähert, schlagen ihre Alarmsysteme an. Die Zecke sieht ihre Wirte nicht, sondern nimmt sie durch (Schweiß-)Geruch, CO2-Ausstoß sowie die Bodenerschütterungen wahr. Ist die Zecke einmal auf dem Hund, sucht sie sich dort ein gemütliches Plätzchen. Besonders in dichtem, langem Fell fühlen die Spinnentiere sich wohl. Häufig platzieren Zecken sich in Bodennähe. Du wirst sie also nicht auf dem Rücken deines Hundes finden, sondern eher unter dem Bauch, am Hals, an den Ohren sowie an den Beinen. Egal, welche Zeckenart – sie alle stechen deinen Vierbeiner mit ihrem Rüssel. Durch den saugen sie dann das Blut auf. Im Durchschnitt verbleibt eine Zecke ca. 2 bis 10 Tage auf ihrem Wirt. Danach fällt sie ab.

Eine Zecke durchlebt insgesamt vier Entwicklungsstadien:

  • Ei,
  • Larve,
  • Nymphe und
  • adulte Zecke.

Die Dauer der Entwicklung ist einerseits von der jeweiligen Zeckenart abhängig und andererseits von der Umgebungstemperatur. Je wärmer es ist, desto schneller kann sich eine Zecke vom Ei bis zur Nymphe entwickeln. Um ein Entwicklungsstadium zu durchlaufen, benötigt die Zecke Blut. Die Parasiten können dementsprechend von der Larve bis zur adulten Zecke deinen Hund befallen.

Zeckenarten: So erkennst du sie

Es gibt nicht nur eine Sorte Zecke, sondern gleich mehrere Arten. In den Mittelmeerländern trifft deine Fellnase auf andere Parasiten als bei uns. In Deutschland sind besonders der Gemeine Holzbock, die Braune Hundezecke und die Auwaldzecke verbreitet.

Der Gemeine Holzbock ist die häufigste Zeckenart in Deutschland. Der Parasit ist schwarz und besitzt einen bräunlichen Hinterkörper.

Die Braune Hundezecke wurde aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland “verschleppt”. Sie kann euch häufig im Urlaub in wärmeren Gebieten über den Weg krabbeln. Ihr Körper sowie ihre acht Beine sind rot-braun.

Die Auwaldzecke weist eine auffällige Marmorierung am Rücken auf. Sie ist außerdem etwas heller als die anderen Zecken. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt bei uns feuchte Gebiete.

Die Zeckensaison beginnt, sobald die Temperaturen im Frühling über 7° Celsius ansteigen. Dann können die Zecken sich entwickeln und sind rund um die Uhr der Suche nach einem Wirt. Dein Hund kommt für sie wie gerufen. Das Problem dabei? Alle Zeckenarten können Krankheitserreger übertragen.

Krankheitserreger: Jeder Zeckenbiss ist ein Risiko

Dein Hund ist glücklich und gesund. Die meisten Fellnasen lieben es, bei gutem Wetter lange Spaziergänge zu machen. Begleitet dein bester Freund dich auch im Urlaub? Unbekanntes Terrain, Berge und das Meer – all das gemeinsam mit dir zu erkunden, macht deinen Vierbeiner sehr glücklich. Leider warten gerade in der Natur die Zecken auf euch, ganz besonders auf deinen pelzigen Freund. Der Hund ist für Zecken ein angenehmer Wirt. In seinem Fell fallen die Parasiten häufig erst auf, wenn sie bereits eine ausgedehnte Blutmahlzeit genommen haben. Bis dahin lassen sie es sich versteckt gut gehen. Je nach Art und Gebiet können Zecken währenddessen Krankheiten übertragen, die deinem Liebling zu schaffen machen.

Sobald die Zecke auf deinem Hund sitzt, sucht sie sich ein warmes Plätzchen. Dann macht sie mit ihren Mundwerkzeugen einen kleinen Riss in die Haut und sticht mit dem Stechrüssel hinein. An dem Rüssel befinden sich hartnäckige Widerhaken, die verhindern, dass die Zecke abrutscht. Falls der Parasit vorher bereits auf einem anderen Wirt gesessen hat, kann es sein, dass er während des Blutsaugens unverdaute Blutreste von diesem an deinen Hund übergibt. Dadurch können gefährliche Krankheitserreger in die Blutbahn deines Lieblings geraten, die Infektionen auslösen. Dazu gehören:

  • Borreliose,
  • FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis),
  • Ehrlichiose,
  • Babesiose,
  • Anaplasmose und
  • Hepatozoonose.

Viele Hunde bemerken einen Zeckenbiss gar nicht. Einige haben einen starken Juckreiz oder eine Schwellung an der Einstichstelle. Diese Symptome allein sind zunächst nicht gefährlich. Falls du nach einem Zeckenbefall jedoch größere Veränderungen an deinem Vierbeiner bemerkst, solltest du vorsichtshalber einen Tierarzt um Rat fragen.

Zecken beim Hund möglichst schnell entfernen

Hast du bei deiner flauschigen Fellnase eine Zecke bemerkt? Dann ist es dein Job, diese möglichst schnell zu entfernen. Denn einige der Infektionskrankheiten werden erst nach 12 bis 48 Stunden übertragen. Die Gesundheit deines Hundes liegt hier also auch in deiner Hand. Aber wie entfernt man eine Zecke richtig? Diese Frage ist umstritten. Die einen setzen auf eine klassische Zeckenzange, andere verwenden Haken. Die einen drehen die Zecke heraus, die anderen wiederum ziehen einfach. Wichtig ist bei jeder Methode, dass der komplette Parasit, samt Kopf und Beißwerkzeug, entfernt wird. Außerdem wird empfohlen, nicht auf den vollgesaugten Körper der Zecke zu drücken, da dadurch Krankheitserreger in den Stichkanal gelangen können. Falls die Einstichstelle auch nach mehreren Tagen noch gerötet oder angeschwollen ist – ab zum Tierarzt!

zecke im hundefell

Das beste Mittel gegen Zecken beim Hund? Einfach vorbeugen!

Natürlich kannst du deine Fellnase nicht davon abhalten, auf der Wiese mit den Artgenossen zu toben oder voller Freude durch den Wald zu streifen. Schließlich gehört all das zu einem glücklichen Hundeleben dazu. Aber es gibt trotzdem einige Möglichkeiten, wie du einem Zeckenstich vorbeugen kannst. Achtung in der Zeckenzeit. Sei aufmerksam und nimm deine Fellnase nach jedem Spaziergang einmal unter die Lupe. Untersuche das Fell und entferne Zecken, bevor sie sich festbeißen.

Es gibt zur Vorbeugung auch einige Zeckenmittel, die deinen Vierbeiner für Parasiten uninteressant machen. Dazu gehören Halsbänder, Spot-On-Präparate oder Tabletten. Die Wirkstoffe verteilen sich auf und in dem Körper deines Lieblings. Der Vorteil: Dein Hund ist über einen bestimmten Zeitraum größtenteils vor einem Zeckenbefall sicher. Der Nachteil: In vielen dieser Präparate sind Giftstoffe vorhanden. Sobald Parasiten diese aufnehmen, sterben sie. Leider können solche Stoffe aber auch deinem Hund zu schaffen machen. Zu den chemischen Präparaten gibt es glücklicherweise Alternativen. Einerseits schrecken ätherische Öle die Zecken ab. Durch den Duft wirkt dein Hund weniger interessant und sie kommen gar nicht erst auf die Idee, ihn als Wirt in Betracht zu ziehen. Gleichermaßen können Nahrungsergänzungsmittel und spezielle Leckerchen mit Kräutern einen Zeckenbiss beim Hund verhindern. Dazu gehören zum Beispiel Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Zistrosenkraut, Lavendelöl und Bierhefe. All diese natürlichen Wirkstoffe unterstützen die Zeckenabwehr deines Lieblings. Bei uns findest du all das lecker verpackt in den Z-Snacks.

Zecken – lasst euch von ihnen nicht stören

Von März bis September ist Zeckenzeit. Besonders in hochgewachsenen Wiesen und am Waldboden warten die lästigen Parasiten sehr gerne. Aber deshalb auf ausgedehnte Spaziergänge verzichten? Das muss nicht sein. Mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen ist deine Fellnase bei jedem Spaziergang gut geschützt. Ob Spot-On oder natürliche Alternative – du als Tierliebhaber weißt genau, was am besten für deine Fellnase ist. Aber nicht nur dein Hund muss sich vor den lästigen Spinnentieren schützen, sondern auch du solltest vorsichtig sein. Denn insbesondere, wenn dein Vierbeiner durch Vorsorgemaßnahmen nicht mehr interessant für die Zecken ist, kannst du ein potenzieller Wirt sein. Sind Zecken mit Krankheitserregern infiziert, können sie diese auch an dich als Wirt weitergeben. Borreliose und FSME sind typische Krankheiten, die in Deutschland durch Zeckenbisse ausgelöst werden. Damit ihr beide als perfektes Duo eure Spaziergänge ohne Bedenken genießen könnt, solltest auch du dich an Vorsichtsmaßnahmen halten:

  • Ziehe am besten eine lange Hose an und – auch wenn das nicht immer im Trend liegt – zieh die Socken über das Ende der Hosenbeine. So haben Zecken gar keine Chance, an deine Haut zu gelangen. Wenn du außerdem helle Kleidung trägst, kannst du die krabbelnden Parasiten direkt erkennen.
  • Nutze Anti-Zecken-Spray. Im Handel erhältst du sowohl chemische als auch natürliche Insektenabwehr. Die Sprays sorgen dafür, dass Zecken dich über einen Zeitraum mehrerer Stunden in Ruhe lassen. Damit bist du selbst bei langen Wanderungen durch dicht bewachsene Gebiete geschützt.
  • Nach dem Spaziergang heißt es: absuchen. Bevor du dich abends unter die Dusche stellst, suche deinen Körper nach möglichen Zecken ab. Die Parasiten mögen es am liebsten warm und halten sich daher gerne in den Kniekehlen, den Achselhöhlen, im Schritt, am Bauch sowie an den Innenseiten der Oberarme auf. Dort stechen sie zu und saugen dein Blut. Durch das Absuchen kannst du Zecken finden, bevor es gefährlich wird.
  • Vermeide den Aufenthalt im hohen Gras und im Unterholz.

Falls es doch zu einem Stich durch eine Zecke kommen sollte, entferne diese komplett aus der Haut und desinfiziere die Einstichstelle. Falls diese innerhalb der nächsten Tage anschwillt oder einen kreisförmigen, roten Rand bildet, solltest du zur Untersuchung und Behandlung zu einem Arzt deines Vertrauens gehen.

Zecken Hund: klein aber oho!

Zecken sind zwar klein und unauffällig, trotzdem sind sie nicht zu unterschätzen. Sie suchen sich einen Wirt und saugen sein Blut. Währenddessen bieten sie Krankheitserregern einen einfachen Weg in die Blutbahn deines Hundes. Damit deine Fellnase durch Zecken nicht beeinträchtigt wird, kannst du Anti-Zecken-Mittel verwenden oder auf natürliche Zecken-Abwehr setzen. Du und dein bester Freund – ihr lasst euch von den lästigen Parasiten den Sommer nicht verderben. Solange ihr vorsichtig seid und du deine Fellnase und dich nach euren Unternehmungen absuchst, steht neuen Abenteuer nichts im Wege. Lange Tage am See, ein schöner Urlaub in den Bergen oder der tägliche Waldspaziergang – dank der richtigen Vorbeugung kommen euch Zecken nicht mehr zu nahe.