Brrr, wenn wir den Begriff “Zecke” schon hören, bekommen wir nicht nur als Hundebesitzer Gänsehaut, denn auch für uns Menschen ist die Zecke kein gern gesehenes Lebewesen. Blöd nur, wenn der eigene Hund immer eine ganze Schulklasse an Zecken nach dem täglichen Ausflug im Gepäck hat.

Die Zecke im Kurzportrait

Die Zecke ist eine Ordnung der Milben und bildet die größte Milbenart ab. Weltweit sind über 900 verschiedene Zeckenarten bekannt, die sich an allen Wirbeltieren, auch dem Menschen, festbeißt und das für sie lebensnotwendige Blut aussaugt. Nur so kann sie sich ernähren und fortpflanzen.

Sie lebt nicht nur im Wald, auf Wiesen oder im Gras am Wegesrand sondern auch in der Stadt in den Parks, an Badeseen oder auf Parkplätzen. Überall, wo Pflanzen und Gräser sind, lassen sich Zecken vermuten.

Zecken sind besonders an warmen Tagen und nach Regentagen aktiv, da sie Feuchtigkeit und Wärme lieben. Das bedeutet aber nicht, dass du an kälteren und trockenen Tagen entspannt durch den Wald spazieren kannst. Auch an diesen Tagen sind Zecken auf der Suche nach Nahrung.

Eure Hunde können besonders davon betroffen sein, von der Zecke gebissen zu werden, da sich diese vermehrt in der Natur aufhalten und ungehindert durch Büsche und Wiesen laufen.

Die Zecke als Krankheitsüberträger

Entdeckst du an deinem Hund eine Zecke besteht nun nicht sofort ein Grund zur Sorge. Nicht jeder einzelne Zeckenbiss überträgt unverzüglich Krankheiten. Dennoch sollte die Zecke schnell entfernt werden.

Die Zecke ist unter anderem Überträger der Krankheiten Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose und FSME. Besonders häufig kommt bei uns in Deutschland die Borreliose vor, diese kann Hund und Mensch treffen. Im Schnitt trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. In diesem Beitrag kannst du die Krankheiten, die die Zecke überträgt, nochmal genauer nachlesen.

Die Folgen der Ansteckung mit Borreliose können mitunter einen dramatischen Verlauf nehmen. Durch den Biss der Zecke gelangen die Bakterien - Borrelien - in den Blutkreislauf des Hundes.

Bis die Borrelien aber wirklich an den Hund übertragen werden, kann es bis zu 16-24 Stunden dauern. Je früher du die Zecke also entdeckst, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Hund mit Borreliose infiziert hat.

Hast du vor kurzem eine Zecke von deinem Hund entfernt und bemerkst nun die folgenden Symptome an ihm, solltest du ihn umgehend einem Tierarzt vorstellen:

 

  • Appetitlosigkeit
  • Entzündung der Bissstelle
  • Gerötete Haut um die Bissstelle
  • Fieber
  • Lethargie, Teilnahmslosigkeit
  • Lymphknotenschwellung