Du musst zum Arzt, zur Hochzeit deiner besten Freunde oder zu deiner Mutter, die von Hundehaaren Niesen muss. So oft dich dein Hund auch begleiten kann, kommt es doch immer mal wieder vor, dass du ihn nicht mitnehmen kannst. Für deinen Hund, der ein Rudeltier ist und längeres Alleinesein gar nicht so schön findet, keine leichte Übung - seid ihr doch sonst unzertrennlich!

Auch wenn es sich nicht immer beeinflussen lässt und du beispielsweise einen ausgewachsenen Hund aus dem Tierheim adoptiert hast (toll!), empfiehlt es sich, bereits im Welpenalter mit dem Training zu beginnen. Dein Welpe lernt so ganz schnell, dass es völlig normal ist, für einige Zeit alleine zuhause die Stellung zu halten.

Je älter der Hund ist, desto schwerer ist es tendenziell ihm das Alleinsein beizubringen - aber auf keinen Fall ausgeschlossen. Hier muss einfach mehr Zeit investiert werden.

3 Schritte Alleinsein-Training

Generell gilt: Aufmerksamkeit = Belohnung

Dies gilt für alle Bereiche, in denen du deinen Hund trainieren möchtest, auch für das Alleinsein-Training. Achte daher immer darauf, dass du deinem Hund nur dann Aufmerksamkeit im Training schenkst, wenn du sein Verhalten belohnen möchtest.

Schritt 1

Dein Welpe ist bei dir eingezogen und fühlt sich nach einigen Tagen Eingewöhnung schon richtig wohl bei dir. Jetzt kannst du beginnen, den Raum, in dem du dich mit deinem Hund befindest, zu verlassen und die Tür hinter dir zu schließen. Danach öffnest du sie direkt wieder, gehst zurück in den Raum und - Achtung - beachtest deinen Hund nicht.

Dies kannst du mehrmals am Tag und in verschieden Räumen wiederholen. Die Zeit, in der du hinter verschlossener Tür stehst, sollte zu Beginn möglichst gering sein, damit dein Hund gar nicht erst anfängt, sich um dich zu sorgen.

So nicht: Beginne auf keinen Fall damit, deinen Hund überschwänglich zu verabschieden noch zu begrüßen, wenn du den Raum verlässt bzw. wieder in diesen zurückkehrst. Er soll lernen, dass es sich hierbei um eine völlig normale und keine besondere Situation handelt.

Schritt 2

Du bemerkst nun, dass dein Hund mittlerweile kaum noch Notiz davon nimmt, dass du den Raum für einige Sekunden verlassen und die Tür hinter dir geschlossen hast. Jetzt kannst du beginnen, die Zeitspanne etwas zu verlängern und diese nach und nach steigern.

Wichtig: Gehe bei der Verlängerung der Zeitspanne nicht kontinuierlich vor. Heißt: Wenn dein Hund schon fünf Minuten alleine sein kann, ist das wunderbar! Lasse ihn jetzt nicht jedes Mal noch länger alleine, sondern auch mal wieder für nur 2 Minuten, 4 Minuten oder ein paar Sekunden. So vermeidest du, dass dein Hund denkt, du würdest immer und immer länger wegbleiben und dann doch wieder unruhig wird.

Schritt 3

Üben, üben, üben. Langfristigkeit und Regelmäßigkeit sind hier gefragt, um das Training erfolgreich umzusetzen. Steigere stetig die Zeitspanne beim Alleinesein und wechsle immer wieder zwischen langen und kurzen Momenten des Alleinseins. So gelingt es euch beiden erfolgreich, die Zeit alleine gut zu überstehen!

 

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